The Lodger

- John Gürtler-Band
(Der Mieter)
Großbritannien 1927, 79 min
Regie: Alfred Hitchcock
Live-Vertonung: Komposition/Saxophon/Keyboards/Effekte: John Gürtler
Schlagzeug/Perkussion: Moritz Baumgärtner
Gitarren/Orgelbasspedale/Effekte: Samuel Halscheidt
In London wird jeden Dienstag eine blonde, junge Frau ermordet. Die Presse hat den geheimnisvollen Mörder den "Rächer" getauft. Ein neuer Untermieter einer Londoner Familie benimmt sich sehr ungewöhnlich und gerät schnell in Verdacht, der gesuchte Mörder zu sein. Die Tochter der Familie verliebt sich in den mysteriösen Mieter und bringt sich damit – vielleicht – in Lebensgefahr...
Die drei Musiker und Komponisten John Gürtler, Moritz Baumgärtner und Samuel Halscheidt bespielen Hitchcocks ersten erfolgreichen Thriller mit viel Spannung, Spontaneität und Humor. Durch den Einsatz von Saxophonen und Gitarren, Orgelbass- und Effektpedalen, Schlagzeug und präparierter Perkussion rücken die drei Musiker diesen Film in ein neues modernes Licht.
- Donnerstag, 29. Juli 2010, 20 Uhr, Open-Air/Akademiehof
Summerlast
Deutschland 2010, 43 min
Regie, Buch: Gesine Danckwart
Kamera: Philip Döring/Schnitt: Can Elbasi
Produzentin: Catherine Ackermann
DarstellerInnen: Caroline Fritz, Natascha Kuch, Odine Johne, Michaela Schulz, Vera Streicher
In einem schnellen, intensiven Arbeitsprozess zwischen Schauspielstudentinnen des zweiten Semesters der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg und der Autorin und Regisseurin Gesine Danckwart ist dieser Filmessay über Heimat und Aufbruch und die ersten Kratzer der eigenen Körper-, Lebens- und Liebesentwürfe entstanden. Gedreht in Ludwigsburg gelang ein Film, der assoziativ und musikalisch, selbstironisch und etwas traurig daherkommt und die ZuschauerInnen an Erfahrungen erinnert, die scheinbar jeder durchlebt: fünf junge Frauen zwischen der gerade noch besten Kinderfreundschaft und den Konkurrenzentwürfen des selbst zu erarbeitenden Lebens.
Präsentiert von der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg (ADK)
- Freitag, 30. Juli 2010, 18 Uhr, Kino Caligari
Deadlock
Deutschland 1970, 88 min
Regie, Drehbuch: Roland Klick
Kamera: Robert van Ackeren/Schnitt: Jane Seitz
Musik: Irmin Schmidt, Can
Produktion: Dieter Schönemann
DarstellerInnen: Mario Adorf, Anthony Dawson, Betty Segal, Marquard Bohm u.a.
Verantwortlich für den psychedelischen Soundtrack dieses deutschen Neowesterns zeigte sich Irmin Schmidt mit seiner Avantgarde-Rockband Can. Der Film spielt in der stillgelegten Minensiedlung Deadlock, in der Charles Dump mit seiner Tochter Jessy seine Tage als Aufseher fristet. An diesen gottverlassenen Ort in der mexikanischen Sierra fliehen zwei Banditen nach einem Bankraub. Unter der harten, unbarmherzigen Sonne entbrennt ein tödlicher Kampf um die Beute. Auch Jessy gerät zwischen die Fronten.
Deadlock verbindet Elemente des Gangsterfilms und des Westerns zu einem faszinierenden Meisterwerk. Akustisch und optisch bestechend, dramaturgisch konsequent bis zum Schluss, prägt sich einem dieser Film unauslöschlich ein. 1971 erhielt Roland Klick für die Regie bei Deadlock das Filmband in Gold.
- Freitag, 30. Juli 2010, 21 Uhr, Studio 2
Messer im Kopf
Deutschland 1978, 108 min
Regie: Reinhard Hauff
Kamera: Frank Brühne/Schnitt: Peter Przygodda
Musik: Irmin Schmidt
Produktion: Wolf-Dietrich Brücker
DarstellerInnen: Bruno Ganz, Angela Winkler, Heinz Hönig, Hans Christian Blech, Udo Samel u.a.
Deutschland, im Herbst 1978. Der Biogenetiker Hoffmann wird bei einer Drogenrazzia durch einen Kopfschuss lebensgefährlich verletzt und fällt ins Koma. Als er erwacht, hat er u.a. sein Gedächtnis eingebüßt und muss herausfinden, wer er wirklich ist. Hoffmann gerät in die Mühle zwischen Rufmord und Verklärung. Um die Wahrheit ans Licht zu bringen, macht er sich auf die Suche nach seiner Vergangenheit. Der fesselnde Polit-Thriller ist ein bestürzendes Zeugnis für das politische Klima in der BRD der späten siebziger Jahre, als die Fronten zwischen den politischen Lagern so verhärtet waren, dass eine Kugel im Kopf eine Chance darstellte, zu einer eigenen Position zu gelangen. Das exzellent besetzte, spannende Drama wurde mit dem Filmband in Silber und dem Filmband in Gold für die Beste Kamera ausgezeichnet.
- Freitag, 30. Juli 2010, 22 Uhr, Kino Caligari
Frühlingserwachen
Theaterfilm nach Frank Wedekind
Deutschland 2009, 94 min
Regie, Buch: Nuran David Calis
Kamera: Björn Knechtel/Schnitt: Simon Blasi
Musik: Vivan Bhatti
Produzent: Christian Rohde
DarstellerInnen: Wilson Gonzales Ochsenknecht, Leon Pfannenmüller, Constanze Wächter, Justus von Dohnányi, Judith Rosmair u.a.
Die Jugendlichen aus Frank Wedekinds "Frühlings Erwachen" und ihre sexuellen Erkundungen waren 1906 bei der Uraufführung ein Skandal. Heute redet manche Vierzehnjährige von ihrem ersten Sex mit der Selbstverständlichkeit des bereits Gewohnten. Nuran David Calis hat eine filmische Adaption des über hundert Jahre alten Stückes geschaffen, die den Nerv unserer heutigen Zeit trifft. In einem Alltag, in dem Schule, Eltern und Langeweile den Rhythmus vorgeben, spielt sich das „wahre Leben“ der Clique am Wochenende zwischen Skateboard-Parcours und Szene-Club ab.
Eine Produktion von teamWorx im Auftrag von ZDFtheaterkanal in Zusammenarbeit mit ARTE.
- Samstag, 31. Juli 2010, 19:30 Uhr, Open-Air/Akademiehof
Rote Erde Teil I & II, Episode 4
Deutschland 1983 / 1989, je 60 min
Teil I, Episode 4: Bruno und Pauline
Teil II, Episode 4: Wem gehört der Pütt?
Regie: Klaus Emmerich
Drehbuch: Peter Stripp
Kamera: Joseph Vilsmaier, Theo Bierkens
Musik: Irmin Schmidt
Produktion: Günter Rohrbach
Klaus Emmerichs Verfilmung von Peter Stripps Roman über das Ruhrgebiet und seine Geschichte gilt als eines der großen TV-Ereignisse der letzten Jahrzehnte. Nach jahrelanger Vorbereitung begannen 1982 die Dreharbeiten zu der hoch gelobten Miniserie mit Claude-Oliver Rudolph in der Rolle des Bruno Kruska. Am 23. Januar 1983 wurde die erste Folge ausgestrahlt. Die ersten neun Teile des Bergarbeiter-Epos spielen in der Zeit zwischen 1887 und 1919 und erzählen von harter Arbeit, von Liebe, vom Tod, von Kämpfen um mehr Lohn und von den Sehnsüchten der Menschen nach einem würdigeren Leben.
Aufgrund des großen Erfolges entstanden 1990 unter dem Titel "Rote Erde II" vier weitere Folgen, die die Geschichte bis nach dem Zweiten Weltkrieg fortsetzten. Irmin Schmidt komponierte die Musik zu der hochkarätigen, Kritiker wie Zuschauer gleichermaßen begeisternden Bergarbeiter-Saga.
- Samstag, 31. Juli 2010, 22/23 Uhr, Kino Caligari
Palermo Shooting

- Foto: Donata Wenders
Deutschland 2007, 108 min
Regie, Drehbuch, Produktion: Wim Wenders
Kamera: Franz Lustig
Schnitt: Peter Przygodda, Oli Weiss, Mirko Scheel
Musik: Irmin Schmidt
Produzent: Gian-Piero Ringel
DarstellerInnen: Campino, Giovanna Mezzogiorno, Dennis Hopper
Finn lebt als erfolgreicher Photograph ein hektisches Leben in Düsseldorf. Als seine Existenz nach einem Modeshooting urplötzlich aus den Fugen gerät, lässt Finn alles hinter sich, fliegt nach Palermo und lässt sich durch die Altstadt treiben. Fasziniert von der Stadt und ihren Geheimnissen beginnt er, sich in bedrohlichen Träumen zu verlieren. Als er spürt, dass er von einem mysteriösen Schützen verfolgt wird, begegnet er der schönen Flavia. Aber bevor Finn sich der Liebe öffnen kann, muss er dem Tod begegnen. Dies ist Wim Wenders’ persönlichster Film seit langem. Intim, abenteuerlustig und voller Überraschungen, ein romantischer Thriller um Leben und Tod und um die Erlösung in der Liebe.
In Anwesenheit von Wim Wenders und Irmin Schmidt
- Samstag, 31. Juli 2010, 22:30 Uhr, Studio 2













