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Höhepunkte und Publikumsmagneten des dreitägigen SOS-Festivals werden aber sicherlich die allabendlichen Events sein, die dem Publikum bei freiem Eintritt ein Fest für Augen und Ohren versprechen. So zum Beispiel die Eröffnungsgala, die mit einer audiovisuellen Darbietung den Akademiehof zu neuem, experimentellem Leben erwecken möchte.

Freitags schließt sich ab 14 Uhr auf dem Akademiehof die Open Air-Performance "Rest Area" der ADK an, eine wahrhaft "platzergreifende“ Aktion.

Am Freitag und Samstag ab 22 Uhr wird dann Wagners "Ring des Nibelungen" in der avantgardistischen Inszenierung von La Fura dels Baus gleichzeitig und parallel auf vier Leinwände projiziert, wobei der jeweilige Ton per Kopfhörer individuell empfangen werden kann. Zur Musik des 19. Jahrhunderts gruppieren sich in Fantasy-Kostüme gewandete Artisten zu lebenden Bühnenbildern, die zusammen mit modernster Videotechnik und 3D-Projektionen ein futuristisches Paralleluniversum entstehen lassen. In der aufwändigen multimedialen Inszenierung von La Fura dels Baus wird Wagners Vision eines Gesamtkunstwerks Realität.

Neben den Events auf dem Akademiehof stehen Filmpräsentationen, verschiedene Diskussionsrunden und Arbeitsgespräche mit namhaften Komponisten, Musikern und Medienschaffenden auf dem Programm. So diskutieren beispielsweise Vertreter der Abteilung Filmmusik der großen deutschen Filmhochschulen über Ausbildungskonzepte und Zukunftsszenarien, während eine Podiumsdiskussion aktuelle Tendenzen in der Filmmusik beleuchtet und ihre dramaturgischen Besonderheiten erörtert.

Verschiedene Workshops zum Thema sowie abwechslungsreiche Filmprogramme mit Musikschwerpunkt runden das Festivalprogramm ab.

Den Abschluss bildet die glanzvolle Filmmusik-Gala zu Ehren der Filmmusiklegende Irmin Schmidt, die von den Ludwigsburger Schlossfestspielen organisiert wird. Irmin Schmidt hat sich als Gründungsmitglied und Komponist der deutschen Elektronik-Rockband Can sowie mit Kompositionen für Regisseure wie Wim Wenders, Michael Verhoeven oder Hans W. Geißendörfer nicht nur unter Kennern der Szene einen Namen gemacht. Für die Abschlussgala im Forum am Schlosspark wurden eigens neue Orchesterfassungen seiner Musik geschaffen. Unter der Leitung von Irmin Schmidt werden diese von international renommierten Solisten und dem Orchester der Schlossfestspiele intoniert. Unter anderem stehen Arrangements von Filmmusik-Studierenden der Filmakademie sowie Vertonungen aus den Spielfilmen "Palermo Shooting" (Wim Wenders), "Schneeland" (Hans W. Geißendörfer), "Rote Erde" (Klaus Emmerich) oder "Das Messer" (Francis Durbridge) auf dem Gala-Spielplan. Die Laudatio wird der Regisseur Wim Wenders halten.

 

"Moments of Sound and Motion"
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